BMI & CED Teil 2 – CED & Ernährung
Shownotes
Wie lässt sich Übergewicht bei Menschen mit CED behandeln, ohne Mangelernährung und Muskelverlust zu riskieren? Das Gastroenterologische Quartett diskutiert mit Prof. Dr. Dominik Schulte den Stellenwert von Ernährungs- und Bewegungstherapie, GLP-1-basierten Medikamenten und bariatrischen Verfahren bei Adipositas. Im Mittelpunkt stehen eine ausreichende Proteinversorgung, der Erhalt der Muskelmasse und die Frage, warum eine frische, vielfältige und möglichst wenig verarbeitete Ernährung die Basis jeder Therapie bleiben sollte. Zu diesen und weiteren Punkten tauscht sich Prof. Dr. Dominik Shulte, stellvertretender Direktor am Institut für Diabetologie und klinische Stoffwechselforschung am Campus Kiel, weiter mit den drei ständigen Mitgliedern von Das Gastroenterologische Quartett: Prof. Dr. med. Irina Blumenstein, Prof. Dr. med. Axel Dignaß und Prof. Dr. med. Stefan Schreiber aus. Freuen Sie sich auf eine spannende Fortführung der aufschlussreichen Gesprächsrunde – jetzt reinhören!
Freigabenummer Podcast: DE--NA-202609-00005 (September 2026) Freigabenummer Text: DE--NA-202610-00002 (Oktober 2026)
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00:00:28: Liebe Zuhörerinnen und liebe Zuhöhrer, herzlich willkommen zur neuen Folge unseres Podcasts das Gastroentologische Quartett in dem wir aktuelle Themen rund um die Gastroenterologie besprechen und diskutieren.
00:00:42: Mein Name ist Irina Blumenstein und ich bin hier gemeinsam mit Professor Dickners und Professor Schreiber und um das Quartet komplett zu machen laden wir in jeder Folge einen Gast ein der Experte auf dem jeweiligen Gebiet ist.
00:00:55: unsere heutige Episode beschäftigt sich mit dem Thema CED und Ernährung.
00:01:00: Und passend dazu haben wir ja einen altbekannten Gast noch immer bei uns, nämlich Herrn Professor Dominik Schulte der stellvertretende Direktor ist am Institut für Diabetologie- und klinische Stoffwechselforschung am Campus Kiel.
00:01:14: Herzlich willkommen Herr Prof.
00:01:16: Schultte!
00:01:17: Jetzt würde ich ja noch mal einen ganz anderen Punkt angehen.
00:01:21: Sie haben ja zu Beginn wunderbar erläutert, dass die Adipositas letztendlich ein chronischer Entzündungszustand bedingt und das ist in der Pathogenese natürlich auch der CID ganz dramatisch gesüßen wird des Adipositas mit vielen Komplikationen von CID vergesellschaftlich ist und zusätzlich noch andere Komplikationen machen.
00:01:42: Wir sind so toll, weil Patienten so krank sind.
00:01:46: Paar Steroide dazu das macht dann auch nochmal alles schlechter.
00:01:50: was müssen wir denn am Ende tun?
00:01:53: wenn wir jetzt mal Patienten haben, die abnehmen wollen.
00:01:56: Und wir wollen den keine oder nicht abnehmen.
00:01:58: Wir sagen denen, die müssen abnehmen und dann bringen wir sie in die Mangelernährung.
00:02:02: Was ist der aktuelle Stand der Asipositastherapie?
00:02:06: Von mir aus zunächst einmal so ohne CED bei Menschen von mir aus, die insgesamt gesund sind und dann der besondere Mensch mit der CED, der all die Probleme hat, die wir gerade schon besprochen
00:02:19: haben.".
00:02:20: Ja, vielen Dank für die Frage.
00:02:22: Grob gesagt ist es so die aktuelle Adipositastherapie sieht nach wie vor eben und das ist die absolute Basis eine Normalisierung des Lebensstils natürlich gesunde Ernährung und Bewegungen weil das für alles was dahinter kommt einfach die gemeinsame Endstrecke darstellt.
00:02:40: Wir verstehen ja immer mehr die Adipositas eben als Erkrankung wenn wir die reine Adiprositas sehen von mir aus als hypotholamische Entzündung sei es ein anderes Sättigungsgefühl, sei es einen anderen Gewichtsniveau was dort biologisch eingestellt ist.
00:02:56: Dass wir natürlich die große Gruppe der Inkretiner haben hier vor allen Dingen die GLP-I basierten Therapie als Mono und duale Hormone und bald auch als Trippelhormone.
00:03:09: Und hier muss man ganz klar sagen dass wenn diesen Patienten diese Hormon fehlen oder sie dort eine zentrale Resistenz haben, dann ist es nicht irgendwie eine moderne Droge die den Patienten hilft weil sie zu faul sind ihr Leben umzustellen sondern reden wir hier von einer Hormonersatztherapie.
00:03:28: und wenn Sie diese brauchen ja dann brauchen sie die halt eben auch leben lang.
00:03:32: Und die zentrale Frage hier für uns Die zentrale Frage der Mangelernährung war, konnten Sie die letzten sieben Tage ausreichend essen?
00:03:39: Die zентrale Frage hier bei den Patienten ist ob Sie ein ausreichendes Sättigungsgefühl haben oder nicht.
00:03:44: Oder ob das Sättigeungefühl erst relativ spät kommt.
00:03:47: und dann haben wir schon mal einen Anhalt dafür dass wir entweder einen absoluten Hormonmangel haben oder einen relativen Hormonenmangel entsprechend der Resistenz in den zentral nervösen Strukturen.
00:03:59: Und dann gibt es natürlich immer Patienten, die eventuell auch darauf nicht ansprechen oder zu adipös sind, denen man noch eine weitere Therapie zukommen lassen kann.
00:04:07: Dann greifen wir eben in den Schatz der bariatrischen Operationen wo wir heute die Schlauchmagen-Opression oder die Bypass-Operation diskutieren.
00:04:17: und dann muss man eben genau abwägen und das dann auch im Kontext jetzt CD.
00:04:21: was möchte ich behandeln?
00:04:22: Behandle ich quasi ein Anfang strichen nur das Gewicht?
00:04:25: spreche ich über meine Gelenke, spreche Kompression der inneren Organe?
00:04:31: oder spreche ich dann eben auch über antientzündliche Therapien, sprich Besserung des Diabetes, Sprecherung der Besserungen der Leber und dann eben auf Verbesserung der Darmaktivität.
00:04:42: Und da muss man sagen dass natürlich die ganzheitlichste Therapie leider nach wie vor einfach die Verbesserungsernährung ist.
00:04:48: das geht auch mit dem Blutdruck das geht anti-entzündlicher einher die Bewegung ebenso.
00:04:52: aber dass wir dann eben spezifischer über GLP eins reden Und auch hier können wir, wenn wir uns das mechanistisch angucken über nicht nur Sättigungsgefühl sondern wir wissen auch über anti-inflamatorische Mechanismen.
00:05:05: Hier seid zum Beispiel das CD-CXIII System auf den Makrophagen erwähnt worüber wir uns dann erklären können dass eben diese Therapie nicht nur für die Sättigung Adipositas Verbesserung herbeiführt, sondern überraschenderweise auch für die Atresklerose sprich die metabolischen Entzündungen der Gefäßwand die MISLD, die Entzündung in der Leber.
00:05:26: Und wenn sie sich die neuesten Studien dazu angucken und das sehen wir auch in der Klinik, wenn wir Patienten mit Adipositas und unterschiedlichem Spektrum an CED haben, dass dann auf einmal auch die Patienten mit ihren CD-Erkrankungen davon profitieren wie das genau zu erklären ist dafür bräuchte ich natürlich ihrer Expertise.
00:05:42: aber das ist was wir aus dem klinischen Bereich sehen und das eben auch für die bariatrischen Operation wobei man da ganz individuell schauen muss.
00:05:50: in Abstimmung Darmabschnitte sind betroffen.
00:05:53: Wo soll ich operieren?
00:05:54: Weil wir natürlich nicht in vorenzündlicher oder reparierte Darmabschnitte reinoperieren wollen, die eventuell dann beim Kron zu Fisteln führen oder zu einer Verschlimmerung der Kulitis ulcerosa.
00:06:06: aber wenn man das ausgewählt macht, kann man ganz viele Fliegen mit ein oder zwei Klappen schlagen.
00:06:12: Sie lieben ja das Target GLP-I als Ernährungsmediziner.
00:06:16: Macht das nichts?
00:06:16: Sarkopenie?
00:06:17: Wenn unsere Patienten so viel weniger essen?
00:06:20: Und ich sage, ob wir nie wie vorhin festgestellt haben eine Bedrohung bei Patienten mit CD.
00:06:25: Ist das wirklich die richtige Art und Weise, die Patienten runterzukriegen von einem Übergewicht?
00:06:31: Oder vielleicht noch die Krankheit besser zu machen?
00:06:34: Es gibt ja die neuen Studien zum Beispiel Rheumat, die zeigen dass GLP-Einheits als Target möglicherweise sogar amplifiziert was die Biologien so machen.
00:06:44: Ich bin vollkommen bei Ihnen!
00:06:47: der Punkt, dass die Ernährungsmedizin von vorne rein mit an Bord sein muss.
00:06:52: Und damit sind wir wieder ganz am Anfang.
00:06:54: das bevor wir diese Therapien einleiten sprich GLP-Eins basierte Therapien und zwar egal aus welcher Indikation heraus sprich Adipositas sprich chronisch entzündliche Gelenkgefäß oder Darmerkrankung, dass einfach die Feststellung des Ernährungszustands extrem wichtig ist weil und das muss man feststellen wenn einen Patient viel Salopp gesagt nicht gesundes ist und er dann eben auf eine GLP-Einstherapie eingestellt wird, es gut sein kann dass er dann wenig Nichtgesundes mit der falschen Zusammensetzung zu sich nimmt.
00:07:28: Das heißt die Idee ist natürlich das man am Anfang die Mangelernährung behebt an ausgewogen Ernährungszustand Und dann treffen wir in dieselbe Kerbe wie Professor Dignas auch gesagt hat was ist der Unterschied zwischen einer kontrollierten Gewichtsabnahme und eben eine Mangelernährung.
00:07:45: Und was wir hier erreichen müssen, unter GLP-Eins Therapie ist eine kontrollierte Gewichtsabsnahme mit einem hohen Proteinanteil und auch einer ausgewogenen Mikro- und Spurnelementenauswahl weil genau das das Problem ist, was wir nicht wollen Herr Schreiber wenn wir dann sagen Wir haben jetzt ein Patienten der es dünner aber er is mangelernährt Sakopen und im Stimmsten Fall dann eben noch karaktisch Weil damit ist mir auch wieder überhaupt nicht geholfen.
00:08:08: Und wie gesagt, wir warten nur drauf.
00:08:09: Wir nehmen nicht nur Skelettmuskulatur ab.
00:08:11: Ja es gibt Daten, Herzensuffizienzverbesserung und dann Verschlechterungen und zwar deswegen weil irgendwann das Myokart angegriffen wird und die Pumpfunktion dann eben auch nicht so dass wir hier wirklich ein komplettes Bild über die Muskulatur unserer Patienten behalten
00:08:24: müssen.".
00:08:25: Wie schafft man's denn ganz konkret?
00:08:28: zwei Gramm pro Kilogramm Körpergewicht Protein zu sich zu nehmen.
00:08:32: Also sagen Sie doch mal da was zum Thema, wie kann ich denn das in meinen Alltag reinpacken?
00:08:38: Klar zu jeder Mahlzeit.
00:08:39: aber was empfehlen sie da denn an Proteinkwellen?
00:08:41: Wir können ja nicht alle jeden Tag einen Huhn essen!
00:08:44: Nee, das stimmt wohl... also was auch vorneweg ganz wichtig ist dass es nicht bringt ein bolusartig gewisse Mengen an Makro- oder Mikronährstoffen zu sich zu nehmen, weil der Körper ja auch nur in der Lage ist, zu einem gewissen Zeitpunkt eine begrenzte Anzahl an Nährstoffe auf sich zu geben.
00:09:04: So dass das allerwichtigste ist, dass wir im Grunde genommen eine ausgewogene Proteinverteilung über den Tag haben.
00:09:14: Proteinquelle ist harzer Rolle.
00:09:16: Ich weiß nicht, wer von Ihnen noch harzer Rollen mag oder so aber wenn Sie davon zwei Rollchen
00:09:22: essen...
00:09:25: Handkäse mit Musik nennt man das im hessischen!
00:09:27: dann haben sie auf jeden Fall schon genug, also die Älteren werden das lieben und schätzen.
00:09:32: Und ansonsten ist es wichtig dass Sie halt zum Beispiel eben über Quark, über Skühe oder Hüttenkäse schauen was Sie am liebsten zu sich nehmen bis hin zu Körnern-Nüssen und am Ende natürlich eine vernünftige Fleischballos.
00:09:45: Das Wichtig ist nur, dass Sie das über den Tag vernünftig verteilen.
00:09:48: Also Körners Nüsse sind in der Regel nicht sehr populär bei unseren CD-Patienten weil da gibt ein Trommelgewitter unten ein Bohr Und Laktose haltige Produkte auch nicht, denn kaum jemand der eine Edities Terminales hat und nicht Laktosidefizientes.
00:10:03: Lactase-deficentes also damit schreiten schon wichtige Quellen mal aus.
00:10:08: Aber jetzt nochmal meine Damen und Herren wir reden jetzt hier die ganze Zeit wie wir noch was zuführen können.
00:10:13: und sonst ich bin ja immer noch nicht glücklich mit dem Übergewicht, mit den BMI von Achtzigvierzig.
00:10:22: und da ist mir jetzt immer noch Welche Therapie setze ich jetzt wann ein?
00:10:28: Nämlich die GLP-I Therapie bis zum BMI von fünfzig.
00:10:34: Und dann komme ich da nicht mehr hin.
00:10:35: oder nehme ich die bis vierzig und dann komm' ich nicht mehrhin, dann brauche ich den Schlauchmagen.
00:10:40: der schlauch Magen, der durch die besonders intelligenten Patienten leicht umgangen wird indem man die Schokolade auflöst mit geriebener Nüssen alles zusammen macht und dann zwanzigtausend Kalorien getrunken werden können.
00:10:54: In kürzester Zeit brauche ich nicht die Ru-Y-Anastomose.
00:10:58: Brauche ich noch andere Dinge, die es irgendwie gibt?
00:11:02: Gibt's irgendwelche ... sagen wir in der Ernährungsmedizin ... Dinge wo man sagt na ja, BMI-Achtzig das funktioniert sowieso nicht mit Spritzen oder Tabletten oder was es demnächst alles geben wird.
00:11:14: Da müssen wir gleich was machen!
00:11:16: Du hast aber Patienten also die kenn' ich nicht, die CD haben und die von mir eine Y-Ru-Anestomose kriegen oder Schlauchmagen oder wo du eine Magenverkleidung machst.
00:11:26: Wir
00:11:26: haben die noch nicht in Deutschland, aber wir kennen ja von den letzten Berichten des amerikanischen Gastroenterologen-Kongresses das man rein von Patienten behandeln konnte ... Also, wenn
00:11:36: ich die von sechzig würde ich echt die Diagnose hinterfragen?
00:11:40: Das kennt mir natürlich auch so aus wie ein Studienzentren, die Lohnstudien machen.
00:11:43: Na
00:11:43: ja, aber auf vierzig schaffen wir es schon!
00:11:45: Auf vierzig scha ... Ja, also wir haben die Patienten.
00:11:50: Vierzig und auch fünfzig.
00:11:52: Und die Amerikaner schaffen das locker.
00:11:55: Die können ja Studien machen, die uns zeigen dass GLP-Einz Therapie auch für die CID eben richtig gut ist ohne.
00:12:05: Das sind Patienten, primär wegen ihrer CID natürlich behandelt werden.
00:12:10: Und die werden wegen eines Diabetes und des massiven Übergewichtes behandelt, dann kann man natürlich die positiven Effekte auf CID sehen.
00:12:21: Das Gleiche haben wir ja in der Rheumatologie gesehen.
00:12:23: also ich habe ja eigentlich so ein bisschen das Gefühl, dass GLP-I Therapien die Wundertherapie sind weil erstmal alle Erkrankungen, die man haben können grundsätzlich besser werden können.
00:12:34: Also Kave ist immer Patient mit Adipositas sind, was Begleiterkrankungen anbelangt oft unterdiagnostiziert.
00:12:40: Das heißt egal ob aus unserem metabolischen oder sonstigen entzündlichen Formkreis weil es natürlich erstmal heißt nehmen sie mal Gewicht ab und wir gucken das heißt auch da gehört einfach ist dazu ein Gefühl zu entwickeln ob dann nicht Flöhe und Läuse eben hinterstecken können wie die Adipositas unten eine viele andere Anzahl an Erkrankung.
00:13:00: Und das nächste ist genau das was Sie sagen.
00:13:02: ja Degners ich glaube Die Prävention ist hier das Wichtigste auch daran zu appellieren, weil die Adipositas der BMI von Achtzig kommt nicht über Nacht.
00:13:11: Und dann ist es tatsächlich so dass wir einfach das Stufenschema nur abarbeiten können und schauen können wie effektiv sozusagen welche Therapie ist.
00:13:21: Auch Sie haben ja aus der Seele gesprochen und ich lehne mich ganz weit aus dem Fenster Es wird niemals eine Antiadipositastherapie geben, weder medikamentös noch chirurgisch die stärker ist als die Ernährungsmedizin.
00:13:35: Sie können Nutella in die Mikrowelle stellen und über ein Strohhalm trinken.
00:13:38: damit umgeben sie jede GLP-I Schlauchmagen und Y-Ruhtherapie.
00:13:43: Und wie gesagt am Ende ist das Problem und auch das muss man sich klar machen Die SACO-Pena-Adipositase hat das Problem dass wir nur in der Muskulatur Fett und Energie verbrennen.
00:13:54: Das heißt, wir haben irgendwann die Patienten, die dann wirklich Sarkopen sind.
00:13:57: Wo nur noch die Fetthülle steht, die irgendwann Albuminmangel haben und wieder zu ihren Edebeneigen.
00:14:04: Aber um auf Ihre Frage zurückzukommen Sie müssen das Stufenschema Einhalten.
00:14:07: der Nährungstherapie ist leider das absolut Grundlegende.
00:14:10: mit Bewegungstherapie so viel wie geht?
00:14:13: Und dann muss man eben spezifisch und individuell schauen.
00:14:16: habe ich hier ein GLP-Eins Problem?
00:14:19: Schlauchmagen zum Beispiel, ein Grelin-Thema wo wir die große Coverture abschneiden und mehr das Hungerhormon therapieren als GLP-I?
00:14:27: oder was wir auch wissen müssen schalte ich doch lieber auf einen Y-Rubbeipass.
00:14:31: Weil das spannende ist hier dass wenn unverdautes Essen in der Sijunum reinfällt, dass mehr GLP I ausgeschüttet wird und darüber eben auch der Zucker- und Sättigungsbesserungseffekt quasi erklärt wird.
00:14:42: aber das Problem is' Wir starten eventuell mit Ermangelernährungen wirklich auf die Ernährung proteinhaltig und ausgewogen Mikromakronärstoffe achten müssen.
00:14:53: Aber das, was Sie vorgeschlagen haben ist wahrscheinlich dass man über Ernährungstherapie schaut je nachdem wie BMI, je nach dem wie es bezahlt ist, je an dem was available isst ob sie dann über die barriatrische Operationen die GLP-Eins basierte doppelt Triple Hormon Therapie versuchen das zu machen und Endpunkt sollte ja nicht nur sein die Reduktion des BMI, was natürlich für die Chirurgie und Fisteloperation für Stomater auch extrem wichtig ist.
00:15:20: Aber vor allen Dingen die klinische Entzündung, die subklinische entzündungen, die dann eben wie Sie richtig gesagt haben alles andere mit einer Spritze besser machen könnte.
00:15:29: Und deswegen sollten vielleicht Herr Schreiber in der Erzündungskonferenz die Adiposiologen oder die Ernährungsmediziner in diesem Bereich viel mehr oder auch mit einbezogen werden um dort Unterstützung zu leisten.
00:15:43: Herr Prof.
00:15:44: Schreiber, Sie reden ja immer von ganzheitlicher Therapie, Comprehensive Therapie als.
00:15:49: ich glaube das ist schon mal ein sehr guter Beitrag.
00:15:52: Ich hätte jetzt sogar noch eine weitere Frage.
00:15:55: wenn man jetzt wirklich ganzheitlich machen will sind ja in vielen dieser Programme auch psychologische Betreuung Sporttherapie also Physiotherapeuten.
00:16:04: da gehört es nicht auch alles noch dazu, um es wirklich ganz optimal zu machen.
00:16:08: Also so wie bei der Raucherentwöhnung wo man dann auch solche Dinge mit einbringt.
00:16:14: Folgendes richtig das multimodale Konzept besteht natürlich aus ärztlicher Betreuung Ernährungstherapie Bewegung und Verhaltenstherapies was natürlich ineinander gehört dass was Sie auch schon gesagt haben die Gewöhnungen an gewisser Ernährung formen das wieder trauen andere dinge zu essen etc.
00:16:31: pp.
00:16:34: Darf ich noch mal eine weitere Frage stellen, die uns vielleicht wegbringt von dieser Frage der Formulardiäten und der medizinischen Eingriffe?
00:16:41: Wir haben hier ganz erstaunliche Ergebnisse gesehen jetzt auf den letzten Fachkongressen mit dem Mediterranendiat.
00:16:46: Bis zu einer ganz ersteinlichen Studie aus Israel in der mediterrane Diät an indische Zentren zur Kronpatientin gebracht wurde Und es darum ging, ich habe es nicht ganz richtig verstanden.
00:16:58: Dass dort gar nicht mediterran gekocht wurde, sondern mediteranen Ingredienzchen indisch gekochte wurde und dann kam auch irgendwie eine entsprechende Besserung raus in chronischen Verläufen.
00:17:12: Was ist ne mediterrane Diätin überhaupt?
00:17:15: Also wenn Sie mich fragen is ne meditane Diät eben genau das was wieder von Vielfalt und Frische lebt und dass wir eben mehr gesunde Öle verwenden, weniger Zucker und eben proteinreiche Substanzen wie Fisch und gemäßigt halt eben Fleisch.
00:17:34: Und genauso wie Sie gesagt haben dass man Extrakte aus der Mediziran Diät nimmt und von mir aus in Indien umsetzt so haben wir eben auch die Skandinavische oder die Norddeutsche Diät wo man eben weniger auf Olivenöl setzt sondern vielleicht auf gesunde Kohlsorten.
00:17:49: aber letztendlich ist das A&O dass wir nicht prozessiertes Essen essen und dass wir Frische zu uns nehmen.
00:17:55: Gehen Sie mal in angelsächsische Sprechstunden zur IBD.
00:17:57: Das erste Thema, was da besprochen wird ist es gibt nicht nur Weißbrot und Weißbrod und Weissbrot sondern es gibt auch sowas wie Vollkombrot und die Patienten dort angehalten werden überhaupt erstmal Vollkumbro zu essen bevor wir über mediterranes, Skandinavische usw.
00:18:12: die et sprechen.
00:18:14: Und ich glaube ganz wichtig noch der bunte Teller, den wir gerade hatten oder der Regenbogen.
00:18:18: Also die unprozessierten Gemüse, die in größerer Menge da natürlich in der Mediterranean Diät sind und der Vorteil erscheint ja dass die Leute dann insgesamt eine höhere Atherenz haben weil am Ende es irgendwie genießbar ist.
00:18:37: also alle diese speziellen Formeldieten oder diese großen Eliminationsdieten sind natürlich eigentlich nur bei Leuten, die man dazu zwingt.
00:18:48: Also bei Kindern weil man denen sagt es geht nicht anders.
00:18:51: aber wenn man Erwachsene sich ansehen würde die über ja meiner lebenslangen Erkrankung nicht Wochen sondern Monate Jahre sich ernähren müssen in einer sehr begrenzen Art und Weise.
00:19:04: Das scheint mir nicht funktionieren, also ich glaube das ist mit der große Vorteil der mediterranen Ernährung dass ganze Menschenstämme damit jahrelang überlebt haben und es liegt wahrscheinlich daran dass es doch insgesamt schmackhafter und gesünder ist.
00:19:25: Das Einzige, was mir jetzt wirklich zusetzt, Herr Schulte sind die dreißig Pflanzen.
00:19:29: Ich muss immer noch überlegen, welche Dreißigpflanzen es sei denn?
00:19:32: Ich nehme jetzt Brennnessel und alles wirklich dazu... Darf
00:19:36: das auch in T-Form gießen!
00:19:41: Also Herr Schulte, jetzt nochmal ganz herzlichen Dank.
00:19:44: ich glaube dass waren jetzt wirklich spannende Momente jetzt einen echten Ernährungsmediziner mal hier zu haben um drüber zu sprechen was wir in welcher Situation mit den Patienten machen.
00:19:55: Wobei die Welt ist nicht einfach geworden, sondern
00:19:57: komplizierter.".
00:20:01: Wir haben jetzt die Studie der Woche.
00:20:03: Dignas wird uns kurz dort einleiten...
00:20:06: Als aktuelle Studie für diese Episode möchte ich gerne eine Studie zur intestinalen Barriereheilung von Till Orlemann aus der Arbeitsgruppe von Timorat in Erlangen vorstellen, die im Februar dieses Jahres im JCC publiziert worden ist.
00:20:23: Wir alle wissen, dass die langfristige Kontrolle der Krankheitsaktivität bei CED trotz der steten Zunahme moderner und auch effektiver Therapien immer noch eine Herausforderung darstellt.
00:20:35: Aktuell gilt die endoskopische Remission als ein ganz wesentliches Therapieziel bei CID was wir insbesondere aus langfristiger Sicht höher einordnen als die klinische.
00:20:50: In letzter Zeit haben aber auch tiefergehende Heilungsparameter zunehmend an Bedeutung gewonnen, insbesondere die transmorale Heilung sowie auch die intestinale Barriereheilung.
00:21:02: In der aktuellen Studie wurden erstmals diese beiden Konzepte direkt miteinander verglichen und ihre Fähigkeit zur Vorhersage des weiteren Krankheitsverlaufes systematisch untersucht.
00:21:17: Dazu wurden achtzig klinische CED-Patienten in klinischer Remission eingeschlossen.
00:21:24: Siebenvierzig von ihnen hatten einen Morbus Kron, dreidreißig eine Colitis Ulcerosa.
00:21:31: Alle Patientinnen und Patienten befanden sich zum Zeitpunkt der Einschlussuntersuchung in einer stabilen klinischen Remission definiert nach den üblichen Standardkriterien also z.B.
00:21:44: CDAI für den Mobuskronen und MayoScore für die Kulitis Ulzrosa.
00:21:51: Zu Studienbeginn erfolgte dann eine Iliokoloskopie mit Bewertung der endoscopischen und auch histologischen Aktivität, auch dies wieder nach den üblichen Parametern und Scores, die wir kennen und die lange etabliert sind.
00:22:06: Zusätzlich wurde dann mittels konfokaler Laserendomykroskopie die funktionelle Intri-tät der intestinalen Barriere untersucht.
00:22:15: Die transmorale Heilung wurde entweder mittels intestinalem Ultraschall und oder MRT untersucht.
00:22:25: Anschließend wurden die Patienten über ein Zeitraum von im Mittel, vierunddreißig Monaten beim Morbus Kronen achtzehn Monate bei der Kulitis Ulcerosa nachverfolgt.
00:22:39: Als primärer Endpunkt wurde das Auftreten von sogenannten Major Adverse Outcomes eingeordnet und das waren Krankheitsschübe, Hospitalisationen, Operationen oder relevante Therapieskalationen also zum Beispiel Steroid-Name, Austausch eines Biologikums.
00:23:01: Also wirklich relevante Therapieeskrationen.
00:23:05: Interessanterweise nun die Ergebnisse zeigen ein sehr klares Bild.
00:23:09: Sowohl beim Morbus Kron als auch bei der Colitis Ulcerosa war die intestinale Barriereheilung der stärkste Predictor für einen komplikationsfreien Verlauf.
00:23:21: Interessanterweise erlitten im Studienverlauf, seventy-two Prozent der Morbus Kron Patienten und eighty-five Prozent der Patienten mit Colitis Ulcerosa diesen Endpunkt also Major Adverse Outcomes.
00:23:36: Besonders eindrucksvoll war dies bei Morbus Krone.
00:23:39: kein einziger Patient mit einer idealen Barriereheilung entwickelte im Verlauf ein schwerwiegendes Ereignis.
00:23:47: Im Gegensatz dazu traten bei Patienten mit Transmoralheilung weiterhin in bis zu siebzig Prozent der Fälle relevante Krankheitskomplikationen auf.
00:23:58: Auch bei der Kulitis Ulcerosa zeigte sich ein ähnliches Muster, wenn vielleicht auch nicht ganz so ausgeprägt.
00:24:04: Patienten mit Barriereheilungen hatten demnach eine deutlich geringere Ereignisrate als Patienten mit transmoraler Heilung oder endoskopischer Remission.
00:24:18: Die Barriereheilung schnitt in beiden Entitäten signifikant besser ab als endoskopische, histologische und auch transmorale Heilungen.
00:24:27: Interessanterweise bestand aber keinerlei relevante Korrelation zwischen der transmoralen Heilung und der barriere Heilung gemessen mit der Endozytoscopie was darauf hinweist oder hinweisen kann dass beide Parameter möglicherweise doch unterschiedliche Aspekte der Krankheitskontrolle abbilden können.
00:24:47: Was bedeutet nun diese ganze Studie für uns klinisch?
00:24:51: Die Daten zeigen doch ziemlich eindrücklich, dass die funktionelle Integrität der intestinalen Barriere offenbar ein noch sensiblerer Parameter für eine nachhaltige Krankheitskontrolle ist als endoskopische oder histologische Heilung.
00:25:07: Gleichzeitig ist aber natürlich diese Barrierenheilungen nur an invasive Verfahren gebunden und nicht so einfach zu messen.
00:25:15: Und derzeit natürlich für die engmaschige Routineüberwachung völlig ungeeignet, selbst wenn sie jetzt in jeder Klinik verfügbar wäre was sie natürlich derzeit auch noch nicht ist.
00:25:24: Die transmorale Heilung bleibt daher trotz geringerer prognostischer Stärke ein sicherlich sehr wertvolles Instrument und ich glaube immer heute noch State of the Art es wir einsetzen.
00:25:38: Sie ist nicht invasiv wiederholbar insbesondere jetzt bei uns der intestinal Ultraschall und eignet sich daher besonders gut für longitudinal Verlaufskontrollen.
00:25:48: Und dies auch im ambulanten Setting, theoretisch kann man es ja sogar jeden Tag machen.
00:25:52: Zusammenfassend kann man also festhalten, Barriereheilung definiert möglicherweise die tiefste erreichbare Remission oder das tiefste erreichbare Remissionsniveau während die transmorale Heilung ein praktikables Instrument zur Verlaufsbeurteilung darstellt.
00:26:09: Ich hoffe, dass Ihnen diese Studie gefallen hat.
00:26:12: Wir werden sicherlich in der Zukunft eine Reihe von weiteren Arbeiten zu dieser Thematik sehen weil natürlich immer noch die wichtigen Endpunkte für die chronischen entzündlichen Damenerkrankungen und das geeignete Therapieziel nicht endgültig definiert sind.
00:26:30: Auch die schönste Sendung kommt irgendwann zu einem Ende Und das Ende ist immer das gleiche.
00:26:36: Leicht sieht ein jeder der nicht blind wie krank wir trotz der Ärzte sind.
00:26:44: Und ein Grund ist logisch, gastroentrologisch!
00:26:49: Wir hoffen dass Sie bald wieder dabei sind.
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